Das Wichtigste vorab:
F2 EcoHull ist ein spezielles Fouling-Release-System – kein klassischer Antifouling-Anstrich. Richtig aufgebaut, erhältst du eine sehr glatte, robuste Oberfläche, die sich leicht reinigen lässt, dein Boot schneller durchs Wasser gleiten lässt (Spritersparnis) und über viele Saisons zuverlässig vor Bewuchs schützt.
Die Anwendung ist auch für DIY-Eigner gut machbar, wenn du die Anweisungen exakt befolgst. Abweichungen können zu schlechter Haftung oder Ablösung führen.
Das System auf einen Blick
F2 EcoHull eignet sich für Rümpfe aus GFK, Carbon, Aluminium, Stahl und Holz – und lässt sich auf dem gesamten Unterwasserschiff einsetzen: Rumpf, Saildrive, Ruder, Borddurchlässe und Trimmklappen. Kurz: alles unter der Wasserlinie, außer Propeller und Welle. Dafür gibt es F2 OptiProp – speziell für rotierende Teile entwickelt.
| Produkt | Was es tut |
|---|---|
| F2 Degreasing Solution | Lösemittelfreie Reinigung des Untergrunds vor dem Streichen – verhindert Haftungsprobleme durch Fett und Rückstände. |
| Grundierung | Versiegelt den alten Untergrund und vermittelt die Haftung beim Wechsel von bisherigem Antifouling auf F2 EcoHull. Wir empfehlen aktuell Hempel Underwater Primer, unter weißem Adhesive Coat Hempel Light Primer in Weiß (dafür das alte Antifouling komplett abschleifen). Nur Szenario A, siehe unten |
| F2 EcoHull Adhesive Coat | 1K-Hybrid-Polymer. Verbindet den Untergrund mit dem Top Coat, gibt dem System seine Farbbasis und bildet den robusten Haftgrund für den Fouling-Release-Effekt. |
| F2 EcoHull Top Coat | 1K-Hybrid-Polymer. Bildet eine hochglänzende, ultra-glatte, wasserabweisende Oberfläche, die das Ansiedeln von Bewuchs extrem erschwert (Fouling-Release). Der Top Coat ist transparent - mit oder ohne Sparkle-Effekt.
Sparkle-Tipp
Wähle den Top Coat mit Sparkle-Effekt. Du siehst beim Auftragen sofort, wo noch Material fehlt. Der Gloss Top-Coat (ohne Sparkle-Effekt) gibt keine Schichtindikation und ist daher schwieriger aufzutragen – nicht empfohlen für DIY. |
Von jedem F2-Produkt wird in der Regel nur eine Schicht gestrichen, also je eine Lage Grundierung (nur Szenario A), Adhesive Coat und Top Coat. Anders als bei klassischem Antifouling baust du keine mehreren Lagen auf.
Typischer Ablauf – wie viele Tage brauchst du?
| Tag | Was passiert |
|---|---|
| Tag 1 | Vorbereitung & Schleifen (Schritt 1) |
| Tag 2 | Reinigen + Primer auftragen (Schritt 3–4) |
| Tag 3 | Adhesive Coat + Top Coat auftragen (Schritt 5–6) |
| Tag 4 | Wartezeit – mind. 36 Stunden vor Kranen/Trailern/Umbocken |
| Tag 5 | Umkranen + Stützenbereiche nacharbeiten (Schritt 7–8) |
| Ab Tag 5 | Einwassern möglich sobald Top Coat grifftrocken (Schritt 9) |
Die Schritte müssen nicht an aufeinanderfolgenden Tagen erfolgen – mit einer wichtigen Ausnahme: Zwischen Grundierung und Adhesive Coat dürfen höchstens 24 Stunden liegen. Das gilt auch, wenn das Datenblatt der Grundierung kein Maximum nennt, denn das bezieht sich nur auf eine weitere Schicht derselben Grundierung. Sind mehr als 24 Stunden vergangen, muss die Fläche erneut angeschliffen und gereinigt werden. Adhesive Coat und Top Coat dagegen haben kein maximales Überarbeitungsintervall – hier kannst du auch mehrere Tage Pause einlegen, solange die Oberfläche sauber, trocken und staubfrei bleibt. Mehr dazu erfährst du in → Schritt 1.
Was du brauchst – Checkliste
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Grundierung, aktuell Hempel Underwater Primer, unter weißem Adhesive Coat Hempel Light Primer in Weiß (dafür das alte Antifouling komplett abschleifen), nicht im Kit Nur Szenario A, siehe unten
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F2 EcoHull Adhesive Coat
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F2 EcoHull Top Coat
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F2 Degreasing Solution
Die benötigte Menge hängt von der Rumpffläche deines Boots ab. Unser Flächenrechner ermittelt sie in Sekunden – und zeigt dir direkt, welches Kit passt. Flächenrechner →
Dosen erst öffnen, wenn du mit dem Auftragen beginnst – nicht vorher. Nach dem Befüllen der Farbwanne Dose sofort wieder verschließen. Geöffnete Dosen innerhalb von 5 Tagen aufbrauchen. Ungeöffnet sind die Produkte 12 Monate haltbar.
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Exzenterschleifer + Schleifpapier P60–P80 und P180–P220
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Rühraufsatz für den Akkuschrauber Für Adhesive und Top Coat
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Mischbecher mit Mengenmarkierung Nur bei zweikomponentiger Grundierung oder Sperrschicht
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ausreichend Farbwannen
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hochwertige Schaumstoffrollen keine Langflor-Rollen
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Kleine Pinsel für Kanten und Ecken
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Hochwertiges Klebeband / Abdeckband
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Saubere Schwämme, Tücher und/oder Bürste
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Eimer Für Wasser beim Reinigungsschritt
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Persönliche Schutzausrüstung
Rollen, Farbwannen und weiteres Zubehör gibt es direkt als F2 Applikationsset →
Schaumstoffrollen, Pinsel und Farbwannen können nicht wiederverwendet werden. Sonstige Werkzeuge sofort nach Gebrauch mit einem Papiertuch abwischen – solange die Beschichtung noch nass ist. Falls nötig, mit Aceton nachwischen, aber Vorsicht: Acetonrückstände können die Haftung beeinträchtigen. Einmal ausgehärtet lässt sich die Beschichtung nicht mehr lösen – dann hilft nur noch Abkratzen.
Untergrundvorbereitung
Die Untergrundvorbereitung ist der wichtigste Schritt der ganzen Anwendung. Die Beschichtung ist nur so gut wie der Haftgrund darunter. Ein schlechter Haftgrund führt zu Ablösungen, Abplatzern und Blasenbildung und kann durch Unebenheiten die Leistung mindern. Wer ein Ergebnis über 5+ Jahre will, spart hier nicht.
Altes Antifouling vorhanden: Szenario A. Blanker oder neuer Rumpf: Szenario B.
Szenario A – Rumpf hat altes Antifouling drauf
Du brauchst: eine Grundierung
Du bist in Szenario A, wenn dein Rumpf derzeit einen alten Antifoulinganstrich trägt und du keinen kompletten Neuaufbau deines Unterwasserschiffs planst, sondern auf den alten Anstrich aufbauen möchtest. Dann brauchst du eine Grundierung. Sie versiegelt den vorbereiteten Untergrund und vermittelt die Haftung zwischen dem Altanstrich und dem F2 EcoHull Adhesive Coat. Wir empfehlen aktuell Hempel Underwater Primer, unter weißem Adhesive Coat Hempel Light Primer in Weiß (dafür das alte Antifouling komplett abschleifen).
Alte Antifouling-Anstriche sollten möglichst vollständig bis auf die darunterliegende Sperrschicht entfernt werden. Je sauberer die Basis, desto besser und langlebiger die Haftung von F2 EcoHull.
Schleifen, bis die grüne Oxidationsschicht vollständig entfernt ist, der Rest kann erhalten werden. Dann reinigen und mit der Grundierung weitermachen.
Szenario B – Rumpf ohne Voranstrich – neu oder komplett abgeschliffen
Du Brauchst: Mehrere Lagen Sperrschicht
Du bist in Szenario B, wenn dein Rumpf blank ist, also neu oder komplett bis auf den Untergrund abgeschliffen. Hier brauchst du keine Grundierung über Altanstrich, sondern zuerst eine eigene Epoxy-Sperrschicht.
F2 EcoHull ist ein Fouling-Release-System und keine Sperrschicht gegen Osmose oder Korrosion. Auf eine frische, geeignete Epoxy-Sperrschicht wird der F2 EcoHull Adhesive Coat direkt aufgetragen, eine weitere Grundierung entfällt.
Der F2 EcoHull Adhesive Coat deckt gut, aber nicht vollständig über stark kontrastreiche Untergründe. Stimme deshalb die Farbe der letzten Primerschicht auf deine F2-Farbe ab:
| Black Gloss / Sparkle Graphite | → | dunkelgrauer bis schwarzer Primer | |
| Royal Blue / Blue Sparkle | → | blauer oder dunkelgrauer Primer | |
| White Gloss / White Sparkle | → | weißer oder sehr heller Primer |
| Lösemittelfrei | Lösemittelhaltig | |
|---|---|---|
| Erkennung | Kein VOC-Hinweis im Datenblatt | VOC-Angabe im Datenblatt |
| Wartezeit | Bis die letzte Primer-Schicht grifffest ist, dann binnen 24 Stunden direkt mit dem Adhesive Coat weiterarbeiten | Mindestens 7 Tage bei 20 °C auslüften lassen, damit alle Lösemittel entweichen können |
| Schleifen? | Nicht notwendig, wenn du am selben Tag weiterarbeitest. Ist die Schicht über Nacht ausgehärtet: abwaschen und anschleifen, siehe Kasten. | Immer notwendig: nach 7 Tagen die Oberfläche mit Wasser spülen, dann gut anschleifen |
| Frist verpasst? | Wenn mehr als 24 Stunden vergangen sind, ist die Oberfläche zu weit ausgehärtet und muss angeschliffen werden | – |
| Beispiele | Hempel High Protect II International Gelshield Plus |
International Interprotect International Gelshield 200 International VC Tar2 |
Die Tabelle gilt für die Sperrschicht auf blankem Rumpf. Sie wird in mehreren Lagen aufgebaut und ist deshalb deutlich dicker als eine einzelne Grundierungsschicht. Das Lösemittel braucht entsprechend länger, um zu entweichen. Für die Grundierung über altem Antifouling gilt Schritt 4.
2K-Epoxy kann beim Aushärten einen wachsartigen Film bilden, vor allem wenn es kühl und feucht ist und die Schicht über Nacht aushärtet. Du siehst ihn oft nicht, aber die nächste Schicht haftet darauf nicht. Ist eine 2K-Epoxy-Schicht über Nacht ausgehärtet, gehst du deshalb immer so vor, auch innerhalb der 24 Stunden:
- Gründlich mit klarem Wasser und einem Schleifvlies abwaschen. Erst waschen, dann schleifen.
- Trocknen lassen.
- Mit P180 bis P220 anschleifen.
- Mit F2 Degreasing Solution reinigen (Schritt 3).
Trag 2K-Epoxy nicht am späten Nachmittag auf, wenn die Temperatur Richtung Taupunkt fällt.
Rahmenbedingungen prüfen
| Bedingung | Anforderung |
|---|---|
| Lufttemperatur | 10 °C bis 35 °C – beim Auftragen und während der Trocknungszeit. |
| Oberfläche |
Mindestens 3 °C über dem Taupunkt
Vorsicht bei Kondensation
Ein häufiges Thema gerade im Frühjahr: Kühle Oberfläche + feuchte Morgenluft = der Rumpf „schwitzt". Man sieht es kaum – aber die Beschichtung haftet nicht auf kondensierter Oberfläche. Test: Mit dem Handrücken über den Rumpf fahren. Kühl-feucht? Warten – meist bis Mittag. |
| Luftfeuchtigkeit | Maximal 90 % – Kein Regen auf frischen Primer (sonst Anschleifen erforderlich). Auf Adhesive Coat und Top Coat nach ca. 4 Stunden kein Problem. Vor dem Weiterstreichen muss die Oberfläche trocken sein! |
| Arbeitsbereich | Nicht in der Nähe schleifen, polieren oder sägen – Staub und Partikel können die Haftung beeinträchtigen.
Zuerst Unterwasserschiff – dann Politur
Kümmere dich vor der Politur zuerst um das Unterwasserschiff. Unsichtbare Partikel der Politur verteilen sich auf dem ganzen Rumpf und können die Haftung beeinträchtigen. Wenn vorher poliert wurde – extra gründlich reinigen! |
Der Untergrund muss tragfähig, glatt, sauber und trocken sein. Feuchtigkeit, die unter der Beschichtung eingeschlossen ist, wird zu Haftungsproblemen führen. Im Zweifel mit einem Feuchtigkeitsmessgerät prüfen.
Reinigen mit F2 Degreasing Solution
Fett, Schmutz und Rückstände auf dem Untergrund sind der häufigste Grund für Haftungsprobleme. Die F2 Degreasing Solution ist eine lösemittelfreie Reinigung, mit der du den Untergrund vor dem Streichen optimal präparierst. Dieser Schritt ist wichtiger als er aussieht.

Niemals herkömmliche Lösemittel zur Reinigung verwenden. Sie hinterlassen unsichtbare Rückstände, die die Haftung dauerhaft stören.
Grundierung auftragen Nur Szenario A
Immer dann, wenn du dein altes Antifouling an- oder abgeschliffen hast und keinen neuen Epoxy-Primer aufgetragen hast. Hast du einen frischen Epoxy-Primer aufgetragen, überspringst du diesen Schritt. Lies dann Schritt 1, Szenario B.
Wir empfehlen aktuell Hempel Underwater Primer, unter weißem Adhesive Coat Hempel Light Primer in Weiß (dafür das alte Antifouling komplett abschleifen). Die Grundierung ist nicht im F2 EcoHull Kit enthalten.
Nach Datenblatt verarbeiten
Halte dich an das Datenblatt der Grundierung: Anmischen, Topfzeit, Verbrauch und Trocknung. Ist die Grundierung zweikomponentig, misch nur so viel an, wie du in der Topfzeit verarbeitest.
Gemischte 2K-Reste können beim Aushärten heiß werden. Lass Becher mit Resten nie unbeaufsichtigt auf brennbaren Flächen stehen.
Auftragen
| Wartezeit bis zum Adhesive Coat | |
|---|---|
| Frühestens | wenn die Grundierung laut Datenblatt überstreichbar ist |
| Spätestens | 24 Stunden. Nennt das Datenblatt kein Maximum, gilt das nur für eine weitere Schicht derselben Grundierung, nicht für den Adhesive Coat. |
| Länger als 24 Stunden gewartet? | Wasch die Fläche ab, schleif sie mit P180 bis P220 gründlich an und reinige sie noch einmal mit F2 Degreasing Solution (Schritt 3). Erst dann Adhesive Coat (Schritt 5). |
Gilt für zweikomponentige Grundierungen wie Hempel Light Primer.
2K-Epoxy kann beim Aushärten einen wachsartigen Film bilden, vor allem wenn es kühl und feucht ist und die Schicht über Nacht aushärtet. Du siehst ihn oft nicht, aber die nächste Schicht haftet darauf nicht. Ist eine 2K-Epoxy-Schicht über Nacht ausgehärtet, gehst du deshalb immer so vor, auch innerhalb der 24 Stunden:
- Gründlich mit klarem Wasser und einem Schleifvlies abwaschen. Erst waschen, dann schleifen.
- Trocknen lassen.
- Mit P180 bis P220 anschleifen.
- Mit F2 Degreasing Solution reinigen (Schritt 3).
Trag 2K-Epoxy nicht am späten Nachmittag auf, wenn die Temperatur Richtung Taupunkt fällt.
Unsicher? Frag uns vor dem Anstrich.
Du hast noch F2 EcoPrimer? So verarbeitest du ihn
F2 EcoPrimer ist nicht mehr im Sortiment. Hast du noch welchen, verarbeite ihn so.
Der F2 EcoPrimer besteht aus zwei Komponenten: BASE und ACTIVATOR. Sobald BASE und ACTIVATOR gemischt sind, läuft die Uhr: Die Verarbeitungszeit beträgt maximal 30 Minuten bei 20 °C. Je wärmer, desto kürzer. Dosen im Schatten halten, und bei sehr warmen Temperaturen vorher kurz ins kühle Wasserbad stellen.
Empfehlung: max. 250ml pro Verarbeiter auf einmal anmischen!

4A – Anmischen
Gemischte 2K-Systeme erzeugen beim Aushärten Eigenwärme. Größere Restmengen des F2 EcoPrimers können extreme Hitze entwickeln. Becher mit Restmaterial daher nie unbeaufsichtigt auf brennbaren Oberflächen stehen lassen.
4B – Auftragen
Der Primer deckt nicht 100 % – das ist normal. Er ist für die Haftung zuständig, nicht für die Farboptik. Die vollständige Deckung bringt der Adhesive Coat.
| Wartezeit | |
|---|---|
| Minimum vor Adhesive Coat | 4–6 Stunden (grifffest) |
| Maximum | 24 Stunden |
| Länger als 24 Stunden gewartet? | Oberfläche abwaschen, dann mit P180-220 gründlich anschleifen. Danach noch einmal mit F2 Degreasing Solution reinigen (Schritt 3) – erst dann Adhesive Coat auftragen (Schritt 5). |
2K-Epoxy kann beim Aushärten einen wachsartigen Film bilden, vor allem wenn es kühl und feucht ist und die Schicht über Nacht aushärtet. Du siehst ihn oft nicht, aber die nächste Schicht haftet darauf nicht. Ist eine 2K-Epoxy-Schicht über Nacht ausgehärtet, gehst du deshalb immer so vor, auch innerhalb der 24 Stunden:
- Gründlich mit klarem Wasser und einem Schleifvlies abwaschen. Erst waschen, dann schleifen.
- Trocknen lassen.
- Mit P180 bis P220 anschleifen.
- Mit F2 Degreasing Solution reinigen (Schritt 3).
Trag 2K-Epoxy nicht am späten Nachmittag auf, wenn die Temperatur Richtung Taupunkt fällt.
Adhesive Coat auftragen
Der Adhesive Coat ist die farbgebende Schicht. Die gesamte Farbe deines Unterwasserschiffs kommt aus dem Adhesive Coat. Der Top Coat, der danach folgt, ist transparent und verändert die Farbe nicht. Deshalb kommt es beim Adhesive Coat auf eine gleichmäßige, deckende Schicht an. Als einkomponentiges Hybrid-Polymer verbindet er den Untergrund mit dem Top Coat und bildet den robusten Haftgrund für den Fouling-Release-Effekt.
Der Adhesive Coat ist sehr zähflüssig – deutlich dicker als normale Farbe. Das ist normal und gewollt. Plane mehr Zeit ein als für einen herkömmlichen Antifouling-Anstrich, denn das Polymer muss sorgfältig und mit leichtem Druck gleichmäßig auf der Oberfläche ausgerollt werden. Das braucht etwas Geduld!
| Wartezeit | |
|---|---|
| Minimum vor Top Coat | 4 Stunden (grifffest) |
| Maximum | Kein Maximum – solange sauber, trocken und staubfrei |
Regen nach mind. 4 Stunden ist in der Regel kein Problem. Falls Schmutzspuren zurückbleiben: mit Frischwasser reinigen und trocknen lassen, bevor der Top Coat aufgetragen wird.
Top Coat auftragen
Der Top Coat ist die letzte Schicht und gibt dem System seine Funktion. Als einkomponentiges Hybrid-Polymer bildet er die hochglänzende, ultraglatte und wasserabweisende Oberfläche, an der sich Bewuchs kaum festsetzt, den Fouling-Release-Effekt. Er ist transparent, mit oder ohne Sparkle-Effekt. Farbgebend ist der Adhesive Coat.

| Wartezeit | |
|---|---|
| Minimum vor dem Kranen | 36 Stunden |
| Maximum | Kein Maximum
Kein Zeitdruck – klebrig ist normal
Das Boot kann nach dem Auftragen des Top Coats unbegrenzt lange an Land stehen – es gibt keine maximale Standzeit. Der Top Coat bleibt jedoch klebrig: Das ist systembedingt, kein Fehler. Die vollständige Aushärtung findet erst im Wasser statt. Sobald grifffest (~4–6 Stunden), kann die Oberfläche leicht mit Süßwasser befeuchtet werden – das beschleunigt die Aushärtung. |
Die Bereiche unter den Bootsstützen können nicht einfach im Kran hängend nachgestrichen werden. Der Schichtaufbau und die Trocknungszeiten erfordern in der Regel ein Umbocken.
Umbocken / Kranen / Trailern
In diesem Schritt wird das Boot umgebockt oder neu aufgestellt, damit die Flächen unter den Bootsstützen frei werden und in Schritt 8 beschichtet werden können. Diese Stellen lassen sich in der Regel nicht im Kran hängend nachstreichen, Schichtaufbau und Trocknungszeiten erfordern in der Regel ein Umbocken. Weil die fertige Oberfläche extrem glatt ist, sind beim Kranen ein paar Vorsichtsmaßnahmen nötig.
Aufgrund der extremen Glätte der Oberfläche besteht die Gefahr, dass die Krangurte am Rumpf verrutschen oder auseinandergleiten. Dies kann durch einfache Vorsichtsmaßnahmen verhindert werden. Hinweise dazu findest du in unserem Artikel zum Kranen →
Die Hinweise zur glatten Oberfläche gelten genauso beim Trailern: Auflagen und Gurte sauber halten, die frische Beschichtung mit weichen Unterlagen schützen und auf sicheren, rutschfreien Halt achten.
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Warte nach dem Auftrag des Top Coats mindestens 36 Stunden, bevor das Boot belastet wird, ob Kran oder Trailer. Die Beschichtung muss druckfest genug sein, um das Gewicht des Bootes zu tragen.
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Informiere den Kranführer über die extrem glatte Oberfläche.
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Bitte den Kranführer, die Gurte unter dem Rumpf mit einer Leine zusammenzubinden (sichern), um ein Auseinandergleiten zu verhindern.
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Achte darauf, dass die Krangurte sauber sind.
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Verwende bei Bedarf weiche Unterlagen (z.B. Malervlies) zwischen Gurt und Rumpf, um die frische Oberfläche zu schützen. Besonders wichtig bei Knickspanten/Chines.

Stützenbereich nacharbeiten
Sobald das Boot umgebockt ist und die Aufstandsflächen der Stützen frei liegen, arbeitest du diese Stellen nach. Im Grunde wiederholst du hier den kompletten Aufbau wie am restlichen Rumpf, nur auf kleiner Fläche und passend zu deinem Szenario aus Schritt 1.
Szenario B (neuer Sperrschicht-Primer): Die Sperrschicht auf der freigelegten Fläche nachziehen. Dabei auf die in Schritt 5 freigelassenen 5-cm-Ränder überlappen. Untergrundvorbereitung, Lagenanzahl und Wartezeiten nach Datenblatt, genau wie in Schritt 1. Eine weitere Grundierung entfällt hier.
Einwassern & Aushärtung
Das Einwassern ist möglich, sobald der Top Coat der Stützen-Nacharbeit grifffest ist (rund 4–6 Stunden). Der übrige Rumpf liegt zu diesem Zeitpunkt längst über den 36 Stunden aus Schritt 7. Für die kleinen nachgearbeiteten Flächen gilt keine eigene 36-Stunden-Wartezeit, solange dort kein Druck durch Krangurte entsteht.
Die Oberfläche ist weiterhin extrem glatt. Bei allen Kranbewegungen gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie in Schritt 7: Gurte sichern, sauber halten und frische Stellen mit weichen Unterlagen schützen.
Das Boot kann vor dem Einwassern unbegrenzt lange an Land stehen. Es muss nicht binnen einer gewissen Zeit eingewassert werden. Die Beschichtung bleibt etwas klebrig, da die volle Aushärtung erst im Wasser beginnt.
| Phase | |
|---|---|
| An Land nach Auftrag | Grifftrocken, aber noch etwas klebrig |
| Erste 8–12 Wochen im Wasser | Kontinuierliche chemische Aushärtung. In dieser Phase hat die Beschichtung noch keine 100 % Fouling-Release-Leistung |
| Nach 8–12 Wochen | Vollständig ausgehärtet – volle Fouling-Release-Leistung |
Pflege & Reinigung
Nach den ersten 8–12 Wochen im Wasser empfiehlt sich eine sanfte Reinigung mit einem weichen Schwamm oder einer weichen Bürste (Early-Clean). Dies entfernt den anfänglichen Biofilm und sorgt dafür, dass das Fouling-Release-System seine volle Leistung entfalten kann.
Verwende für die Reinigung niemals harte Bürsten, Scheuerschwämme (Scotch-Brite) oder aggressive Chemikalien. Die Oberfläche ist selbstreinigend konzipiert – sanftes Abwischen mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm genügt in der Regel, um Bewuchs zu entfernen.
Möglich – aber erst nach den ersten 8–12 Wochen im Wasser, wenn die Beschichtung vollständig ausgehärtet ist. In den ersten Wochen nur mit weichem Schwamm oder Bürste reinigen. Danach: ausreichend Abstand halten, nur so viel Druck wie nötig.
Wie du F2 EcoHull über die Saison sauber und leistungsfähig hältst, zeigt unser Pflege-Guide im Detail. Pflegeanleitung →
F2 EcoHull kann repariert werden – auch mitten in der Saison. Kleine Kratzer, die den Adhesive Coat nicht durchdringen, können oft einfach überschichtet werden. Für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Reparatur: Reparaturanleitung →
Du möchtest die Beschichtung wieder vollständig entfernen – etwa bei einem Systemwechsel? Das geht ganz einfach mit dem F2 Coating Remover →


